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Niccolò Castiglioni

Niccolò Castiglioni (1932–1996) studierte am Conservatorio “Giuseppe Verdi” – zuerst bei Giorgio Federico Ghedini, später bei Franco Margola – und schloss seine Ausbildung 1953 in den Fächern Klavier und Komposition ab. Als Anerkennung für seine Leistung als Bester seines Jahrgangs wurde ihm auf Kosten des Ministeriums eine Reise zu den Salzburger Festspielen ermöglicht. Zu dieser Zeit interessierte Castiglioni sich nicht nur für die Kunst, die Natur und die Berge, sondern auch für philosophische Schriften und Ideen. Besonders die Werke von Eugenio Garin und dessen Studien des mittelalterlichen Platonismus standen ihm nahe.

Nachdem er in den Jahren auf dem Konservatorium eine Leidenschaft für Stravinsky entwickelt hatte, wandte sich Castiglionis Interesse jetzt zunächst der Zwölftonkomposition und dann post-Webernschen Positionen zu. Den Kursen mit Gulda, Zecchi und Blacher am Mozarteum Salzburg folgten in den Jahren 1958 bis 1965 die Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik.

Abgesehen von einer kurzen Periode in den fünfziger Jahren, in der Castiglioni als Konzertpianist tätig war, widmete er sich ausschließlich der Komposition und der Lehrtätigkeit. Zwischen 1966 und 1970 lebte er in den Vereinigten Staaten und unterrichtete Kontrapunkt an der Rockefeller Foundation of Buffalo sowie Komposition als Gast-Professor an den Universitäten von Washington (Seattle), Michigan (Ann Arbor) und Kalifornien (San Diego). Vom Zeitpunkt seiner Rückkehr nach Italien an bis zu seinem Tod unterrichtete er am Konservatorium von Trento und, ab 1977, in Mailand. Er lebte sowohl in seiner Heimatstadt als auch in Bressanone, einer Stadt in den Dolomiten. Er starb am 7. September 1996 in Mailand.

Bild: renzocresti.it
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