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Georg Nigl
(Photo: Bernd Uhlig)

Georg Nigl begann seine Laufbahn bereits im Kindesalter bei den Wiener Sängerknaben; später studierte er bei Hilde Zadek. Heute hat er sich als international renommierter Spezialist für alte Musik ebenso etabliert wie als begehrter Interpret zeitgenössischer Kompositionen.

2012 gab er die Titelrolle in Wozzeck an der Bayerischen Staatsoper in München und an der Staatsoper unter den Linden in Berlin, wo er auch die Rolledes »N« in Rihms Dionysos verkörperte. In der Ruhrtriennale-Produktion von Hosokawas Hanjo sowie in der von Sasha Waltz am Théâtre des Champs Elysées inszenierten Oper Passion von Pascal Dusapin war Nigl jeweils in der männlichen Hauptrolle zu sehen und zu hören. Dusapins Werk war 2012 stark vertreten: Nigl gastierte mit Passion am Théâtre Royal de La Monnaie in Brüssel und mit der szenischen Aufführung von O Mensch! in Marseille, Metz, Rouen und Reims. Mit der Titelrolle in Il Prigioniero feierte er sein Debüt am Teatro Real in Madrid, war mit Xenakis’ Kassandra beim Kölner Festival Acht Brücken zu Gast und kehrte dann für seine Rolle in Hanjo nach Berlin an die Staatsoper zurück. Seine Tätigkeit als Konzert- und Rezitalsänger führte ihn ins Wiener Konzerthaus (Die Schöne Müllerin, Carmina Burana sowie die Fortsetzung seines Bachkantaten-Zyklus mit seinem Ensemble Claudiana), ins Théâtre des Bouffes du Nord und in die Wigmore Hall.

In jüngerer Zeit war er auch gemeinsam mit Dmitri Jurowski und dem Orchester der De-Vlaamse-Oper mit den Liedern eines fahrenden Gesellen auf Tour zu erleben, ebenso wie in Rezitalen mit Tzimon Barto (Kölner Philharmonie), Alexander Melnikov (Staatstheater Stuttgart) und Andreas Staier (in Zürich, Genf und St. Gallen).

Auf die Frage nach seinen liebsten Opernrollen würde Georg Nigl ohne einen Augenblick des Zögerns antworten: Monteverdis Orfeo (in dieser Rolle war er am Teatro alla Scala zu hören), Mozarts Papageno und Bergs Wozzeck. Nigls Fähigkeit, mit seiner ausdrucksstarken Persönlichkeit diese und andere Rollen zum Leben zu erwecken, hat ihm in den letzten Jahren große Erfolge an führenden europäischen Opernhäusern und bei renommierten Festivals, wie in Aix-en-Provence, den Wiener Festwochen oder in Salzburg, beschert.

Besondere Anerkennung haben ihm dabei seine Interpretationen von Rollen aus dem zeitgenössischen Opernfach eingetragen, etwa in Pascal Dusapins Faustus, The Last Night und Wolfgang Rihms Jakob Lenz. Nigl hat mit zahlreichen namhaften Künstlern zusammengearbeitet, darunter Regisseure wie Andrea Breth, Frank castorf, Andreas Homoki, Calixto Bieito, Dimitri Tschernjakov, Jürgen Flimm oder Peter Mussbach und Dirigenten wie Daniel Barenboim, Daniele Gatti, Ádám Fischer, René Jacobs, Nikolaus Harnoncourt, Jordi Savall, Thomas Hengelbrock, Daniel Harding, Theodor Curentzis, Kent Nagano und Ingo Metzmacher.

Zu den besonderen Höhepunkten in Nigls Schaffen in jüngerer Zeit zählen etwa der Wozzeck bei den Wiener Festwochen, im Bolschoi-Theater und im Teatro alla Scala, die Titelrolle in der Inszenierung von Peter Eötvös’ Die Tragödie des Teufels an der Bayerischen Staatsoper, der Mercurio in Cavallis La Calisto am La Monnaie, Schönbergs Von Heute auf Morgen am Teatro La Fenice sowie Rezitale bei den Salzburger Festspielen, in der Shanghai Concert Hall und im Wiener Konzerthaus.
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