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Preis: € 27.00
WWE 2CD 20084
Claude Debussy • Pierre Boulez
1
La Cour des Lys - I.1 08:00
2
- I.2 02:37
3
- I.3 06:30
4
La Chambre magique - II.1 03:56
5
- II.2 02:55
6
- II.3 04:42
7
Le Concile des faux Dieux - III.1 01:55
8
- III.2 02:13
9
- III.3 07:49
10
- III.4 01:25
11
- III.5 01:25
12
- III.6 02:51
13
Le Laurier blessé - IV.1 03:42
14
- IV.2 03:13
15
- IV.3 06:00
16
Le Paradis - V.1 01:16
17
- V.2 05:20
18
Prelude 05:38
19
Melodrama 03:28
20
The Building of the Ark 02:29
21
The Catalogue of the Animals 01:32
22
The Comedy 01:33
23
The Flood 02:29
24
The Covenant of the Rainbow 03:14
25
Kyrie 01:29
26
Gloria 06:02
27
Credo 04:07
28
Sanctus 00:48
29
Benedictus 00:56
30
Agnus Dei 01:00
31
Ite missa est 01:25
32
OISEAUX EXOTIQUES 13:21
33
Molto moderato - Allegro molto 07:08
34
Andante 07:17
35
Moderato 02:48
Gesamtspielzeit 02:12:33
Bei Musica Viva trat Pierre Boulez 1960 und 1964 mit Konzertprogrammen in Erscheinung, die Musik des Mittelalters mit der damaligen Moderne, sei es knapp zuvor geschriebene, oder schon früher komponierte Musik des 20. Jahrhunderts in Verbindung brachte. Mit Stücken wie der Messe de Tournai etwa wollte Boulez die Beziehung zur Musik der Gegenwart stärker in den Blickpunkt der Zeit rücken. Andererseits ging es auch um Musik, deren Inhalt sich christlicher Mythologie bedient, wie Igor Strawinskis „musical play“ The Flood (Die Sintflut). In dieser kuriosen Bibelvertonung vereinigte Strawinski nicht zuletzt ostjüdische Zahlensymbolik und die Schönbergsche Zwölfttontechnik zu einem Abriss damaliger Kompositionstechniken. Ivonne Loriod, Olivier Messiaens Ehefrau, spielt in dieser Aufnahme der Oiseaux exotiques das Soloklavier, der einstige Messiaen-Schüler Boulez dirigiert. Béla Bartóks Cantata profana bleibt nach Messiaens farbigen Klangmustern ganz anderen Einflüssen regionaler Natur verpflichtet: „Meine eigentliche Idee […] ist die Verbrüderung der Völker, eine Verbrüderung trotz allem Krieg und Hader. […] Deshalb entziehe ich mich keinem Einflusse, mag er auch slowakischer, rumänischer, arabischer oder sonst irgendeiner Quelle entstammen.“ (Bartók) Wiederum auf das Christentum und dessen Märtyrergeschichten besann sich Claude Debussy 1911, als er sein fünfaktiges Mysterium Le Martyre de Saint Sébastien komponierte.   Debussys knapper Ausspruch zum Wesen der Musik bildet nicht zuletzt eine der Grundlagen der Musik und Arbeitsweise von Messiaen bis Boulez: „Sie besteht aus rhythmisierter Farbe und Zeit.“
Empfehlung
Oper? Anti-Oper? Monodram? Was auch immer: In Neither haben sich 1977 die verwandten Künstler-Seelen Samuel Beckett und Morton Feldman getroffen. 
Nach vielen Solostücken versuchte sich Cage 1951 auch am Klavierkonzert, natürlich mit präpariertem Instrument. Als extremer Kontrast dazu: Sixty-Eight (1992). 
Der Sprung in der Schallplatten-Rille, ein Videorecorder mit Pausenstörung und Dämonenstimmen aus dem Mittelalter: Bernhard Langs DW 8, DW 3 und DW 15. 
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