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entre vias - Common Ground
Preis: € 15,00
WWE 26008

entre vias
Common Ground

01
J. S. Bach, Cello Suite No. 4 in E-Flat Major, Prelude 03:14:00 Share
02
J. S. Bach, Cello Suite No. 4 in E-Flat Major, Allemande 03:58:00 Share
03
J. S. Bach, Cello Suite No. 4 in E-Flat Major, Sarabande 03:34:00 Share
04
J. S. Bach, Cello Suite No. 4 in E-Flat Major, Gigue 03:32:00 Share
05
Philipp Moll, Bergwarts West 03:58:00 Share
06
Philipp Moll, Alma 03:59:00 Share
07
Matthias Schranz, Temagami 03:02:00 Share
08
Thomas Demenga, Jazz 03:27:00 Share
09
J. S. Bach, Herr Gott, nun schleuss’ den Himmel auf 03:25:00 Share
10
Matthias Schranz, Legend 03:46:00 Share
11
J. S. Bach, Two Chorals: Meine Seele / Ich ruf’ zu Dir 03:10:00 Share
12
Philipp Moll, Origin 03:32:00 Share
13
Thomas Demenga, New York Honk 03:36:00 Share
Gesamtspielzeit 61:13:00
Über das Album
entre vias heißt wörtlich zwischen den Gleisen. Dort, wo sich Wege fortschreiben und Räume öffnen, finden sich die drei Musiker des Trios ein: Thomas Demenga erkundet seit Jahrzehnten das Cello als Solostimme, mit Bach als stetem Begleiter. Matthias Schranz bringt die Gestik des Rock in die Umlaufbahn des Cellos und wechselt mühelos zwischen Plektrum und Bogen. Philipp Moll erschliesst weitere Wege – über Jazz, Kontrabass und Filmmusik. Drei Schienen, ein Gleisbett. Was hier entsteht, liegt nicht nur nebeneinander im Raum. Es liegt übereinander, in der Zeit – wie ein Palimpsest, auf dem neue Schrift überlagert, was zuvor schon festgeschrieben stand, und die ältere Schrift trotzdem durchschimmert.
     Das Palimpsest beginnt nicht erst bei entre vias: Schon Bachs eigene Choräle sind Fortschreibung, Melodien, die längst existierten, bevor er sie harmonisierte. Das gilt auch für dieses Album: Über das Prélude von Bachs Es-Dur-Suite, legt Demenga eine eigene Melodie, wie es schon einmal mit dem berühmten Prélude aus dem Wohltemperierten Klavier geschehen ist. Später kehrt Bach in den Chorälen mehrfach wieder. Dazwischen: Molls Bergwärts West, Schranz’ Temagami, Demengas Jazz – Fortsetzung, kein Kontrastprogramm.
     Für col legno ist das keine Fußnote. Musik, die weitergeschrieben wird, läuft auf einer Linie ohne Endstation. Zwischen den Gleisen wächst, was als Nächstes kommt.
entre vias
Musik beginnt lange vor dem ersten Ton. Sie entsteht in der gemeinsamen Aufmerksamkeit der Musiker, in der Resonanz von Holz und Saite, in jenem Raum, der dem Klang erlaubt, seine eigene Richtung zu finden.
 entre vias vereint zwei Violoncelli und Kontrabass zu einem Ensemble, in dem das Hören selbst zum Ausgangspunkt des Schöpferischen wird. Thomas Demenga, Matthias Schranz und Philipp Moll verstehen ihr Programm nicht als Folge einzelner Werke, sondern als eine zusammenhängende Klanglandschaft jenseits der Hierarchie musikalischer Genres. Gedanken wandern von einem Instrument zum anderen, werden gespiegelt, verwandelt – und bisweilen in der Stille belassen.
     Im Zentrum steht die Musik Johann Sebastian Bachs – nicht als Ziel, sondern als Quelle. Sie erscheint in Echos und Fragmenten, wie eine erinnerte Architektur, und öffnet Wege zu eigenen Kompositionen und neu gedachten Lesarten vertrauten Repertoires. Die Vergangenheit wird weder zitiert noch wiederaufgesucht; sie bleibt gegenwärtig und wirkt still in dem fort, was folgt. 
     Jeder der drei Musiker bringt eine unverwechselbare Stimme ein. Thomas Demengas Spiel verbindet Präzision mit expressiver Offenheit. Matthias Schranz bewegt sich frei zwischen Kammermusik, Improvisation und zeitgenössischem Ausdruck. Philipp Molls Kontrabass gibt dem musikalischen Gespräch Grund und öffnet ihm zugleich neue Richtungen. Form, Textur und Stille werden dabei nicht vorgegeben, sondern im Moment entdeckt.
     Der Name entre vias – zwischen den Wegen – bezeichnet keinen Ort der Ankunft, sondern einen Raum der Möglichkeiten: dort, wo parallele Wege einander nahekommen, ohne sich zu vereinen. Es sind Gespräche, getragen von Resonanz, die in eine Klangwelt führen, in der Erinnerung, Imagination und Gegenwart in stiller Balance nebeneinander bestehen.

Thomas Demenga, Violoncello
Philipp Moll, Kontrabass
Matthias Schranz, Violoncello
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