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| Die Sonate nahm ihren Ausgang im Barock, als einsätzige Kleinform, die allerdings schon den Kern der späteren, in der Wiener Klassik ausführlich entwickelten und komponierten Sonate in sich trug. John Cage blieb in seinen Sonatas and Interludes auch einsätzig, knapp gefasst, und schlug damit einen Bogen von Scarlatti über Bachs Präludien zu Chopins Préludes und Saties Klavierstücken. Die komplexen Kleinode sind, im Gegensatz zu manch späterer freien Gestaltung seiner Werke, exakt notiert und bis ins kleinste Detail festgelegt. Als Vorwort hat Cage der Notenausgabe eine Tabelle beigefügt, auf der ebenso die verschiedenen Präparationen genau festgelegt sind. Sonatas and Interludes war immer als zusammengehörig gedacht, nicht als Einzelstücke, wobei Cage selbst den Zyklus zu seinen „absichtsvoll expressiven Kompositionen“ zählte. Sonatas and Interludes „sind ein Versuch, die ‚immerwährenden Empfindungen’ der indischen Traditionen in Musik auszudrücken: das Heroische, das Erotische, das Wunderbare, das Fröhliche, Kummer, Furcht, Zorn, Abscheu und ihre gemeinsame Tendenz hin zur Ruhe.“ (John Cage) Markus Hinterhäuser weiß all diese Tugenden und Empfindungen exzeptionell umzusetzen. |
1CD | Instrumental | Piano | Contemporary |
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Wenn Körper, Instrument und Raum zusammenwirken: Matthias Muche präsentiert fünf Solowerke, die seine zentrale künstlerische Praxis, in der Klang als körperliche Handlung entsteht, widerspiegeln.  |
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Der Engel der Geschichte in einer exemplarischen Neueinspielung des SWR-Sinfonieorchesters: Erschütternde Ausdruckskraft mächtiger Tonbilder.  |
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Koglmann goes Nabokov: Der Grenzgänger am Schnittpunkt von Jazz, E-Musik und Literatur widmet sein neues Programm dem russischen Schriftsteller Vladimir Nabokov.  |
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